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Dysmenorrhö

Was bedeutet Dysmenorrhö ?

Als Dysmenorrhoe bezeichnet man Schmerzen während der Menstruation. Sie werden auch Regelschmerzen genannt. Regelschmerzen beginnen bei vielen Frauen kurz vor der Regelblutung. Man unterscheidet zwischen primärer Dysmenorrhö (primären Regelschmerzen) und sekundärer Dysmenorrhö (sekundären Regelschmerzen).


In der Literatur finden wir zahlreiche medizinische Hilfestellungen zu Zyklusstörungen und Regelschmerzen. Für viele Frauen gehört das monatliche Leiden, die Dysmenorrhö, wie selbstverständlich zur Regel dazu: Schmerzen im Abdomen. Doch ganz so unvermeidbar, wie es häufig scheint, sind diese Menstruationsbeschwerden nicht. Auch mit natürlichen Mitteln lässt sich viel für Frauen tun, die von Regelschmerzen betroffen sind.

Eine genaue Zahl der Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, ist nicht bekannt. Jedoch erlebt praktisch jede Frau einmal in ihrem Leben die Symptome einer Dysmenorrhö. Für Mädchen und Frauen bedeutet eine Dysmenorrhö sehr häufig, den Frauenarzt zu konsultieren und medizinische Untersuchungen über sich ergehen zu lassen. Bei bis zu einem Viertel der Patientinnen sind die Störungen während der Monatsblutung so schmerzhaft, dass die Arbeit oder der Schulbesuch beeinträchtigt werden. Jedoch gibt es einen kleinen Lichtblick für Frauen mit Regelschmerzen: Die Menstruationsbeschwerden werden meist mit dem Alter besser, z.B. nach der ersten befruchteten Eizelle, also wenn die Patientin ein Kind erwartet oder nach der Menopause.

Werden die Regelschmerzen chronisch, dann spricht ein Arzt, der in der Gynäkologie und Geburtshilfe tätig ist, von einer Dysmenorrhö. Tatsächlich kennen wir zwei unterschiedliche Arten von Störungen des Zyklus: Die primäre Dysmenorrhö (primäre Regelschmerzen) und die sekundäre Dysmenorrhö (sekundäre Regelschmerzen) . Die Symptome und Beschwerden der Regelschmerzen sind bei den Patientinnen aber in beiden Fällen nahezu identisch.

Von der primären Dysmenorrhö sprechen wir, wenn alle Organe im Abdomen in Ordnung sind. Meist erfahren Frauen schon wenige Monate nach dem Beginn der Menstruation zum ersten Mal die Symptome von Regelschmerzen, die in einigen Fällen sogar bis zur Menopause bestehen bleiben.

Statistisch gesehen handelt es sich bei den starken Schmerzen während der Monatsblutung um eine primäre Dysmenorrhö. Schmerzhafte Menstruationsbeschwerden sollten generell vom Frauenarzt abgeklärt werden. Beim Arzt wird geprüft, ob ein Risiko für allgemeine Erkrankungen und Krankheiten vorliegt und geklärt welche die geeignete Therapie zur Behandlung der Beschwerden zu den Regelschmerzen ist.

Wenn starke Schmerzen im Abdomen vorliegen, könnte ein medizinisches Problem am Uterus oder an einem Eierstock (z.B. Eierstockzysten) bestehen. Möglich ist z.B. eine Endometriose (wenn sich Gewebe außerhalb der inneren Höhle der Gebärmutter ansiedelt und dort wuchert). Treten diese Erkrankungen in Verbindung mit Regelschmerzen auf, spricht man von einer sekundären Dysmenorrhö. 

 

Dysmenorrhö: Symptome & Ursachen

Frauen, die eine Dysmenorrhö durchleben, begegnen verschiedenen Symptomen während der Regelschmerzen. Bisweilen äußerst schmerzhafte Krämpfe und Kontraktionen im Abdomen, die bis in den Rücken ausstrahlen können und die zu weitreichender Reizbarkeit, Übelkeit und Durchfall führen können. Oder auch migräneartige Kopfschmerzen, die die Patientinnen zeitweise arbeitsunfähig werden lassen können.

Oft beginnt die Entwicklung der Menstruationsbeschwerden vor Beginn der Menstruation. Den Dysmenorrhöhepunkt erreichen die Regelschmerzen meist am ersten Tag, um dann nach und nach abzuklingen. Was sind aber die Ursachen für die Regelschmerzen?


Was genau geschieht bei einer Dysmenorrhö?

Im Laufe des Monatszyklus entwickelt sich die Gebärmutterschleimhaut, damit sich nach der Ovulation eine eventuell befruchtete Eizelle dort einnisten kann. Findet das Einnisten in die Schleimhaut des Uterus nicht statt, so wird die nun nicht mehr benötigte Schleimhaut mittels Kontraktionen aus dem Körper durch den Muttermund nach außen geleitet. Somit entsteht die Monatsblutung mit einer Menstruationsdauer von etwa fünf Tagen.

Zieht sich die Gebärmutter übermäßig stark und länger als üblich zusammen, ist sie nicht mehr gut durchblutet. Dadurch kommen Regelschmerzen zustande. Die körpereigenen Hormone können dann sogar noch die Zyklusschmerzen in Richtung Bauch ausstrahlen lassen. Allein eine Wärmflasche wird zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegen den schmerzhaften Druck im Abdomen helfen. Anstelle einer richtigen Monatsblutung kommt es oft nur zu Schmierblutungen.

Das Risiko an einer Dysmenorrhö zu erkranken, ist nicht bei allen Frauen gleich. Weit mehr als die Hälfte aller Frauen werden mit den unangenehmen Symptomen einer Dysmenorrhö konfrontiert. Außerdem steht Dysmenorrhö in Verdacht, vererbt werden zu können, wobei das Risiko für die Erkrankung durch Rauchen und durch den Konsum von Alkohol erhöht wird.

 

Dysmenorrhö: Was hilft?

Zur Prävention von Regelschmerzen beachten Sie am besten einige vorbeugende Maßnahmen. Falls Sie rauchen, hören Sie am besten vollkommen damit auf. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Finden Sie Ihre Stressverursacher heraus und probieren Sie diese weitestgehend abzustellen. Treiben Sie Ausdauersport und achten Sie auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung.

Apropos Ernährung: Der Satz „Achten Sie auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung“ klingt schon etwas abgedroschen, denn viele Patientinnen fragen sich, was denn das genau bedeutet. Allerdings sollte uns schon einleuchten, dass frisch zubereitetes Essen mit viel Obst und Gemüse, Vollkorn und hochwertigen Ölen besser für die Gesundheit unseres Körpers ist, als Fastfood und Süßigkeiten.

Therapie & Behandlung

In der Schulmedizin wird bei Regelschmerzen zunächst geprüft, was die Ursache sind und ob Erkrankungen & Krankheiten ausgeschlossen werden können. Die Therapie der Dysmenorrhö und somit gegen die starken Regelschmerzen wird zunächst mit einfachen medizinischen Mitteln gestartet. Diese Lösung bringt jedoch meist nur kurzzeitig Linderung und bei der nächsten Monatsblutung gehen die Regelschmerzen wieder von vorne los, da nur Symptome aber nicht Ursachen bekämpft werden.

Eine Hilfe für die Patientinnen könnten Kontrazeptiva, also die Pille sein. Ihre Hormone können im Unregelmäßigkeiten beim Menstruationszyklus vorbeugen. Möchte die Patientin jedoch grundsätzlich auf die Pille verzichten, so bietet auch die Alternativmedizin hervorragende Ansätze für eine erfolgreiche Behandlung ohne Risiko. So zum Beispiel die Chinesische Medizin, die medizinische Lösungswege bei Dysmenorrhö zeigt, meist ganz ohne Nebenwirkung und mit unterschiedlichen Ansätzen für die unterschiedlichen Arten von Beschwerden.

Medikamente & Hausmittel

Symptome zu primären Regelschmerzen – meist während des Eisprungs - können mit einer medizinischen Therapie kurzzeitig gelindert werden. Langfristig ist es jedoch kein erfolgsversprechender Therapie-Ansatz bei Regelschmerzen. Bei einer primären Dysmenorrhö fühlen sich Frauen oft hilflos.

Bei chronischen Regelschmerzen helfen verschiedene Medikamente, wie Schmerzmittel und Krampflöser. Doch auch die hormonellen Kontrazeptiva, wie die Pille, können Abhilfe schaffen. Aber nicht ganz ohne Risiko.

Falls die Menstruationsbeschwerden einen psychologischen Hintergrund haben, berät Sie ein Frauenarzt. Sollte die Ärztin oder der Arzt keine Krankheiten, bzw. Störungen an den Organen feststellen können, so können bereits einige Übungen und Anwendungen Abhilfe schaffen. 

Durch Dehnung und Bewegung, Ausdauersport usw. entspannen sich die Muskeln, da sie nun besser durchblutet und elastischer sind. Das hilft auch den Stress im Alltag besser zu bewältigen. Probieren Sie auch einmal Magnesium aus, welches unterstützend wirken kann. Gegen Reizbarkeit helfen einige Pflanzen und entspannend wirken warme Bäder, eine Wärmflasche auf dem Unterleib oder wärmende Kissen.

Diagnostiziert der Arzt eine sekundäre Dysmenorrhö, so zielt die Behandlung auf die ursächliche Krankheit ab. Diese Art von Regelschmerzen werden oft durch Krankheiten wie Endometriose, Eierstockzysten oder Entzündungen der Gebärmutter hervorgerufen.

 

Chinesische Medizin bei Dysmenorrhö

Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet in vielerlei Hinsicht eine wirksame medizinische Alternative bei Regelschmerzen, die nur wenige Nebenwirkungen kennt. Therapien für Krankheiten von Mädchen und Frauen beschreibt sie schon seit etwa drei Jahrtausenden. Viele Werke der Literatur handeln darüber. Zyklusstörungen weisen oft auf einen beeinträchtigen Fluss von Energie – dem Qi – oder Blut hin. Die Traditionelle Chinesische Medizin lindert Menstruationsbeschwerden mit Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Ernährung nach den Prinzipien der 5 Elemente, Massagen (Tui Na) und Qi Gong. Auf diese Weise kann der reibungslose Fluss zwischen den Organen wiederhergestellt werden. Es gibt allerdings auch in der TCM nicht die eine Wunder-Pille. Es gibt verschiedene Auslöser für Regelschmerzen und eine Dysmenorrhö. Und es werden nicht nur die Symptome behandelt, sondern wir gehen auch der Wurzel der Krankheit auf den Grund.

Deswegen ist eine differenzierte Anamnese mitsamt einer Begutachtung des Zungenbildes in Kombination mit einer Pulsdiagnose unumgänglich.

 

Regelschmerzen aus Sicht der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) können die üblichen Menstruationsbeschwerden inklusiv der primären Dysmenorrhö und des PMS aus unterschiedlichen Gründen verursacht werden:

Qi-Stagnation und Blutstase, wo Regelschmerzen im Beckenboden bei ausgeübtem Druck schlimmer werden und die Regelschmerzen bis in die Brust oder seitlich der Rippen ausstrahlen, entweder 1-2 Tage vor der Monatsblutung oder währenddessen. Der Ausfluss ist purpurfarben bis kastanienfarbig, reichlich in Menge und beinhaltet oft Gerinnsel oder übel riechende Stückchen. Hier sollte eine Leberberuhigung erfolgen, um das Qi zu regulieren und die Stase aufgelöst werden um die Schmerzen zu lindern.

Blutstase und Kälte-Feuchte: Linderung der Regelschmerzen durch Wärmeeinwirkung. Weniger reichliche Monatsblutung in purpurner oder schwärzlicher Färbung, mit Gerinnseln. Man spürt eine Aversion gegen Kälte. Die Kälte wird zerstreut indem die Meridiane erwärmt werden, außerdem wird die Feuchtigkeit ausgeleitet um die Stagnation zu lösen.

Qi- und Blut-Leere mit stechendem oder andauerndem Schmerz, Schwere im Beckenbereich, während oder nach der Regelblutung mit klarer Färbung und feiner Textur, ohne Gerinnsel. Die Patientin klagt dann oft über bleichen Teint, Schwindelgefühl, Herzrasen und Müdigkeit. Hier empfiehlt der TCM Spezialist die Milz zu stärken und das Qi zu nähren, das Blut zu stärken und die Blutung zu stillen. Hier kann die TCM Mischung Ba Zhen Tang sehr gut helfen.

Leber- und Nieren-Leere mit weniger reichlicher Blutung, von heller, klarer Farbe und ohne Stückchen. Stechender Schmerz nach der Monatsblutung. Schmerzempfinden in der Lendengegend und an den Knien, Taubheitsgefühl und Tinnitus. Während der Therapie wird das Blut genährt und die Leber reguliert, die Niere wird gefüllt und das Qi angereichert.

Die Chinesische Medizin kennt zudem auch Therapien bei PMS, aber auch bei unregelmäßiger Menstruation, wenn die Leber harmonisiert und das Qi reguliert werden soll. Dann wird gerne die TCM Mischung Xiao Yao San verabreicht, eine der großen Klassiker.